Jenseits von Gyros
1. Juni 2009 | 5 Kommentare
Klingt wie der Titel eines Westerns oder? Einige Parallelen gibt es wohl, von wegen die Guten und die Bösen. Obwohl, ist es wirklich böse, Gyros mit fettigen Pommes zu servieren? Das beurteilen Sie am besten selbst.
Dies hier ist ein kleiner Blogartikel, kein Film, kein Roman und er handelt von einer kulinarischen Spurensuche auf Rhodos. Fernab durchgekauter Gyros-Pommespfade oder hochpreisiger Luxusküchen. Es geht hier um meine ewige, neugierige Suche nach ehrlichen, natürlichen und einfachen Gerichten. Voller Geschmack und Lebensfreude! Es geht um Irrfahrten in die entlegensten Bergdörfer und in die dunkleren Ecken von Rhodos Stadt; um angeregte Gespräche mit und ohne sprachliche Gemeinsamkeiten.
Hier verkünde ich hoffnungsfroh: es gibt sie selbstverständlich auch in Griechenland, die frische, leichte, fleischlose und natürliche Küche! Angefangen bei den Startersalaten, wo schon der Geschmack der Tomaten zusammen mit dem Olivenöl alle Sinne auf´s Äußerste verzückt. Findet man die richtigen Orte, so stellt man fest, dass hier kaum jemand versuchen würde, diese natürlichen Köstlichkeiten unter einer dicken, cremigen Salatsoße zu verbergen.
Weiter geht es mit den Saganaki-Speisen, das sind Leckereien in einem Pfännchen mit Schafskäse und Tomaten überbacken. - Ich korrigiere, das können besagte Leckereien sein.
Mir sind Saganaki-Pfännchen begegnet, da hätt ich mich gleich reinsetzen können. Die typische Saganakimischung waren kleine, frische Tomatenwürfel, viele frische Kräuter, Schafskäse und Olivenöl. Je nach Gericht noch mit Knoblauch und Chili abgeschmeckt. Keine Ähnlichkeit mit der weißgesprenkelten, undefinierbaren, rote Masse, die in unseren hiesigen Hellas-Tempeln, mal Garnelen, mal Schafskäsescheiben unter sich begräbt. An den Originalschauplätzen beherrschen das die entlegensten, einfachsten Tavernas. Ok, die Voraussetzung ist, mutiges verlassen ausgetretener Touristen-Pfade.
Manchmal, wenn etwas gar so raffiniert und lecker ist, empfiehlt es sich, hartnäckig und unbeachtet aller Sprachbarrieren nach dem Rezept zu fragen. So geschehen bei den Zucchinipuffern. Fast kloßartig dick, kross und mit stacheliger Optik lagen sie tiefbraun auf dem Teller. Außen knusprig und innen saftig mit ungewöhnlicher Geschmacksharmonie! Da hielt es mich nicht länger auf dem Tavernenstuhl. Zunächst fragte ich brav bei der Bedienung nach, die dann freundlich hilflos den Chef des Hauses herbei rief: Michalis. Nach ausgiebigem Lob zückte ich erwartungsvoll den Stift und notierte: Zucchini, Zwiebeln, Petersilie, Salz und Pfeffer, Ei und Mehl.– Hm, ist ja irgendwie weder Hexenwerk noch entdeckte ich den Pfiff. Sollte es so einfach sein, lieber Michalis? Ich blieb hartnäckig: ja, in viel Olivenöl, nicht allzu heiß, verriet er und:.. ein Gewürz, griechisch: Diosmos. Weder er noch ich wussten eine englische oder deutsche Übersetzung (= Pfefferminze). Ist also einzig dieses Kraut verantwortlich für das kleine Geschmacksfeuerwerk? Herausgeschmeckt habe ich es jedenfalls nicht.
Um Sie nun nicht länger auf die Folter zu spannen. Etwas später, rief Michalis mich in die Küche und ich konnte sie kennenlernen, die Urheberin meiner auserwählten Köstlichkeit: Irena, die Köchin. Lächelnd entsaftete sie gerade die geriebenen Zucchinistreifen. Sie sprach sogar ein wenig deutsch und so nahmen die Puffer mit jedem Arbeitsschritt endlich Geschmack an, auch in meinen Notizen. Vor allem spürte ich, dass sie die wichtigste Zutat bereits in sich trug, die Freude an den Produkten, der Zubereitung und auch daran, ihr Rezept mit mir zu teilen.
Neugierig? Hier die Adresse: Restaurant Metaxy mas – Ouzeri – Kleine Pepperstreet 113-115, Rhodos-Stadt
oder schauen Sie gleich mal nach, bei den Kochinspis!
In loser Folge gibt’s hier weitere kulinarische Reisegeschichten. Wir lesen uns!
Veröffentlicht unter: Allgemeines, genugda isst · Etiketten: griechische Küche, Metaxy mas, Rhodos, Urlaubsküche, Zucchinipuffer
Buchrezensionen
– mit Brahmadev Marcel Anders-Hoepgen - im systemed Verlag erschienen.
Der Sonnengruß, das perfekte Workout! – Seit Jahren schon ist es die von mir am meisten empfohlene Bewegungsform, die ich selber auch täglich praktiziere. Wird Zeit, hier endlich einmal öffentlich ein Loblied zu singen, auf den Sonnengruß!
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Dieses Buch fehlt zur Vollendung des Suppenglücks. Wirklich! Wenn ich das nächste mal in München bin, dann werde ich sie besuchen, die Sonja Riker in ihrem SuSa-Suppenglück (Suppe-Saft-Gewürze) Laden.
Bis dahin nehme ich gern mit ihrem Buch vorlieb: „Suppenglück“ Ein Suppenkochbuch von Sonja Riker, im Kunstmann Verlag erschienen.
Mit wunderschönen Fotos und einer einfachen, übersichtlichen ...Den ganzen Artikel lesen »
„Sind wir morgen alle dick? - 40 Jahre Ernährungslügen – 10 Kilo Übergewicht“ von Pierre Weill, 1. Ausgabe der deutschen Übersetzung aus dem Französischen im systemed Verlag 2009 erschienen.
Als weiteren Untertitel kann ich mir vorstellen: „die Fett-Evolution“
In einem ausgiebigem Vorwort von Dr. Nicolai Worm und in der Einleitung bekommen wir es „dicke“ und in allen Einzelheiten und Studien, ...Den ganzen Artikel lesen »
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[...] hier ist sie nun, die griechische Kochinspi, frei nach Irena (http://www.dein-kurs.de/?p=909). Frei, weil auch sie nicht mit festen Mengenangaben arbeitet. Mal sind es große Eier, mal kleine, [...]
Das liest sich lecker und schmeckt wahrscheinlich total nach Urlaub.
Das ist wohl wahr, Susanne: probier mal aus und berichte!!
Lust auf Romantik und Sirtaki in der Ladikobucht?…
Dann ist Griechenland für Sie genau das Richtige! Mit dem Spar mit! Reise-Angebot möchten wir Ihnen das Land und die Leute viel näher bringen, als es ein Pauschalurlaub jemals könnte. Die Kulisse für Ihren vielleicht schönsten Griechenland-Urlau…
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